
Veröffentlicht am 02. November 2026
Ein trockener Geruchsverschluss lässt Kanalgeruch durch
Sie öffnen die Kellertür und bemerken einen unangenehmen Geruch nach Abwasser? Dann lohnt sich ein Blick auf den Bodenablauf. Gerade in selten genutzten Kellerräumen kann dort das Wasser im Geruchsverschluss verdunsten. Der Ablauf muss deshalb nicht verstopft oder beschädigt sein. Häufig fehlt lediglich die Wassersperre, die den Keller normalerweise von der Luft aus dem Abwassersystem trennt. Das kann in einem Haus in der Celler Altstadt ebenso passieren wie in Westercelle.
Ein Geruchsverschluss hält konstruktionsbedingt etwas Wasser zurück. Dieses Wasser bildet eine Barriere gegen Gerüche aus der Leitung. Fließt lange nichts nach, sinkt der Wasserstand allmählich, bis die Barriere unterbrochen ist. Warme Räume und trockene Luft können das begünstigen. Besonders leicht wird ein Bodenablauf vergessen, wenn die Waschmaschine inzwischen anders angeschlossen ist oder der Keller nur noch als Abstellraum dient.
Prüfen Sie zuerst, woher der Geruch tatsächlich kommt
Lüften Sie den Keller, soweit das ohne Risiko möglich ist, und prüfen Sie, ob der Geruch am Bodenablauf am deutlichsten wahrnehmbar ist. Halten Sie Ihr Gesicht dabei nicht direkt über die Öffnung. Schauen Sie auch nach feuchten Stellen, sichtbaren Ablagerungen und anderen selten genutzten Abflüssen. Ein Ausgussbecken oder ein alter Waschmaschinenanschluss kann ebenfalls die Ursache sein. Allein am Geruch lässt sich ein ausgetrockneter Geruchsverschluss nicht sicher feststellen.
Wenn sich der Rost einfach abheben lässt, können Sie den zugänglichen Bereich mit einer Taschenlampe ansehen. Tragen Sie dabei Handschuhe. Je nach Bauart ist das Sperrwasser sichtbar oder unter einem Einsatz verborgen. Dass Sie kein Wasser sehen, beweist daher noch keinen Defekt. Lösen Sie keine fest sitzenden Bauteile mit Gewalt. Besonders bei Abläufen mit Rückstauschutz sollten Sie sich auf Kontrollen beschränken, die laut Hersteller vorgesehen sind.
Mit klarem Wasser können Sie die Wassersperre erneuern
Ist der Ablauf frei zugänglich und steht kein Abwasser auf dem Boden, gießen Sie langsam klares Leitungswasser hinein. Verwenden Sie dafür beispielsweise eine Gießkanne. Lassen Sie genug Wasser nachlaufen, damit sich der Geruchsverschluss wieder füllen kann. Eine feste Menge passt nicht zu jeder Bauart. Beobachten Sie deshalb, ob das Wasser ungehindert abfließt. Steigt es im Ablauf hoch oder läuft es nur zögerlich ab, stoppen Sie das Nachgießen.
Setzen Sie einen abgenommenen Rost anschließend wieder richtig ein und lüften Sie weiter. Bereits ausgetretene Gerüche verschwinden nicht sofort, obwohl die Wassersperre wieder funktioniert. Wird die Raumluft nach dem Lüften deutlich besser und bleibt es dabei, spricht das für einen zuvor trockenen Geruchsverschluss. Bleibt der Geruch bestehen, sollten Sie nicht immer weiter Wasser nachfüllen. Dann kommen auch Verschmutzungen, ein falsch sitzender Einsatz oder andere Ursachen infrage.
Reinigen Sie nur die gut erreichbaren Teile
Am Rost und im oberen Bereich des Bodenablaufs sammeln sich mitunter Staub, Haare und Schmutz. Solche Ablagerungen können selbst unangenehm riechen. Entfernen Sie lose Rückstände vorsichtig mit Handschuhen und geben Sie sie in den Restmüll, statt sie tiefer in die Leitung zu spülen. Zugängliche Flächen lassen sich mit einer Bürste und etwas mildem Reinigungsmittel säubern. Spülen Sie danach mit klarem Wasser nach.
Aggressive Rohrreiniger lösen das Problem einer fehlenden Wassersperre nicht. Verzichten Sie auch auf kochendes Wasser, da nicht jeder Ablauf dafür geeignet ist. Mischen Sie niemals unterschiedliche Reinigungsmittel. Öl ist ebenfalls keine empfehlenswerte Hauslösung gegen Verdunstung: Es gehört nicht ins Abwasser und kann Ablagerungen begünstigen. Herausnehmbare Geruchsverschlusseinsätze sollten Sie nur nach Herstelleranleitung reinigen und wieder einsetzen, damit ihre Funktion erhalten bleibt.
Regelmäßige Aufmerksamkeit hilft gegen erneutes Austrocknen
Kontrollieren Sie selten genutzte Bodenabläufe gelegentlich und füllen Sie bei Bedarf Wasser nach. Wie schnell die Wassersperre verdunstet, hängt unter anderem von der Bauart und den Bedingungen im Raum ab. Ein starrer Zeitplan ist deshalb wenig hilfreich. Verbinden Sie die Kontrolle lieber mit einer ohnehin anstehenden Tätigkeit im Keller. Auch vor einer längeren Abwesenheit lohnt sich ein kurzer Blick auf wenig genutzte Abläufe.
Ob in Blumlage oder anderswo in Celle: Entscheidend ist weniger die Adresse als die tatsächliche Nutzung des Kellers. Trocknet der Ablauf wiederholt aus, kann ein Fachbetrieb prüfen, ob ein passender zusätzlicher Geruchsverschluss oder ein geeigneter Einsatz sinnvoll ist. Nicht jedes Bauteil passt zu jedem Ablauf. Kleben Sie die Öffnung keinesfalls dauerhaft zu, denn der Bodenablauf soll weiterhin Wasser aufnehmen können.
Wiederkehrender Geruch sollte fachlich geprüft werden
Kehrt der Geruch kurz nach dem Auffüllen zurück, gluckert die Leitung oder verändert sich der Wasserstand auffällig, steckt möglicherweise mehr dahinter. Denkbar sind etwa Probleme mit der Leitungsentlüftung, Undichtigkeiten oder ein beschädigter Geruchsverschlusseinsatz. Diese Ursachen lassen sich durch Nachfüllen allein nicht beheben. Bei austretendem Abwasser oder starkem, unklarem Geruch sollten Sie auf weitere eigene Versuche verzichten. Verlassen Sie den Raum, falls Beschwerden auftreten.
Als Mieter informieren Sie die Vermietung oder Hausverwaltung, wenn die einfache Wasserzugabe nicht dauerhaft hilft. Notieren Sie, wann der Geruch auftritt und welche Beobachtungen Sie gemacht haben. Das erleichtert die weitere Prüfung. Auch für eine Anfrage bei Kanal24h Celle sind diese Angaben hilfreich. So lässt sich das Problem ruhig und nachvollziehbar schildern, ohne vorschnell von einer Verstopfung oder einem größeren Schaden auszugehen.